Fuldatal-Schule
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„COME AS YOU ARE“ – FÜR DIE ANERKENNUNG GESCHLECHTLICHER UND SEXUELLER VIELFALT AN HESSISCHEN SCHULEN

„Niemand möchte auf eine Eigenschaft reduziert werden, niemand möchte sich verstecken.“ (Sylvia Weber)

Wie kann die Anerkennung von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Schulalltag gelingen? Mit dieser Frage haben sich 170 Schüler*innen und Lehrkräfte am Freitag beim zweiten hessischen Landestreffen des Netzwerks Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage Bundeskoordination im Haus am Dom, Katholische Akademie Rabanus Maurus, Frankfurt auseinandergesetzt.

Zu Anfang des Treffens brachte der Staatssekretär im Hessisches Ministerium der Finanzen Martin Worms eine gute Nachricht mit: Das Land Hessen wird die Bildungsstätte Anne Frank bei der Koordination des Schulnetzwerks auf Landesebene finanziell unterstützen. „Das Land wird zukünftig die Kosten für eine Lehrkraft übernehmen, die die Bildungsstätte Anne Frank und ihre wertvolle Arbeit an den hessischen Schulen weiter stärken wird.“ Für diese Förderung eingesetzt hatte sich auch Mathias Wagner, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der ebenfalls am Landestreffen teilnahm.

Eberhard Seidel, Geschäftsführer der Bundeskoordination von Schue ohne Rassismus - Schule mit Courage, lobte die Entscheidung des Landes, auch wenn diese finanzielle Unterstützung beispielsweise Fahrtkosten und Tagungen nicht abdecke. Seidel appellierte an die anwesenden Schüler*innen und Lehrer*innen, bereits in der Schule die Anerkennung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu stärken – zumal dies explizit Unterrichtsziel des Hessischen Lehrplans sei, wie Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber betonte.

Der von ihr vorgestellte Ansatz der Stadt Frankfurt, bei Projekten, welche die Lebensqualität von LSBTIQ (lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter* und queer)-Personen verbessern sollen, zuvorderst die Community miteinzubeziehen, wurde in den Workshops umgesetzt, wie Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, betonte: Bei Themen wie der Situation von trans*Jugendlichen (und Eltern) in der Schule, der Vielfalt von sexueller Orientierung und Geschlecht in der Unterrichtspraxis sowie dem Workshop „Nicht über, sondern mit uns reden“ kamen die Teamer*innen aus besagter LGBTIQ-Community.

Außerdem konnten sich die Teilnehmer*innen des Theaterworkshops „Geschlechterrolle Mensch“ zuvor ein paar Tricks bei Malte Anders abgucken: Mit seinem Programm „Homologie“ sorgter vor den Workshops für viele Lacher und für einen Einstieg ins Thema: „Warum müssen sich heterosexuelle Menschen eigentlich nicht outen?!“

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Martin Worms und Mathias Wagner für die künftige Förderung, bei Sylvia Weber, Eberhard Seidel und dem Haus am Dom für die gute Zusammenarbeit, bei den vielen Schüler*innen und Lehrer*innen für ihr Engagement und bei Felix Schmitt für die tollen Fotos!

Ein ausführlicher Tagungsbericht wird derzeit erstellt und in Kürze auf der Homepage der Bildungsstätte veröffentlicht:

www.bs-anne-frank.de/schuleohnerassismus

 

Quelle: Begegnungsstätte Anne Frank / Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

Melsungen, 19.09.2017

 

 

Exkursion nach Felsberg

 

Letzten Donnerstag trafen sich einige Schüler aus unserer SV und AG "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" mit Steffie Hoffmann, die ihnen sehr ausführlich und anschaulich einen Einblick in das jüdische Leben Felsbergs in der Nazizeit gegeben hat. Darüber hinaus erfuhren die SchülerInnen etwas über Max Weinstein, in dessen Gedenken unser Stolperstein vor dessen ehemaligem Wohnhaus verlegt wird.

Der genaue Termin für die Verlegung ist

am Mittwoch den 24.05.2017, um 9.00 Uhr.

 

Melsungen, 03.05.2017

 

 

VERNETZUNGSTREFFEN VON SCHULE OHNE RASSISMUS - SCHULE MIT COURAGE HESSEN

 

Letzten Donnerstag und Freitag (24./25.11.) waren unsere Verbindungslehrerin Frau Laessing und zwei Schülerinnen, Jasmin und Celine, bei einem Vernetzungstreffen des Schwalm-Eder-Kreises.

Ein besonderes Highlight war der Besuch unseres Paten Clemens Rehbein von Milky Chance.

Die Bildungsstätte Anne Frank hat dazu folgendes geschrieben:

 

"Ende vergangener Woche haben sich im Schwalm-Eder-Kreis 40 Schüler*innen und Pädagog*innen von acht Schulen getroffen, die sich am Netzwerk Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage beteiligen. Das Treffen wurde organisiert von unseren Kooperationspartnern: das MBT Hessen​. Vielen Dank dafür!

Als Koordinator des Netzwerks in Hessen war auch unser Kollege Oliver Fassing von der Bildungsstätte Anne Frank beim Vernetzungstreffen anwesend und diskutierte über die Relevanz des Projektes Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage in Zeiten wachsenden Rechtspopulismus' und darüber, wie Schüler*innen und Lehrer*innen das Klima an ihrer Schule aktiv gestalten können.

Neben den inhaltlichen Angeboten wie einem Argumentationstraining gegen Rechts, der Auseinandersetzung mit den Biografien der NSU-Mordopfer sowie einem Workshop zu Diskriminierung und Othering gab es bei dem zweitägigen Treffen auch ein musikalisches Highligt: Den Auftritt von Milky Chance, der als Pate der Fuldatalschule in Melsungen am Projekt beteiligt ist.

Im Rahmen von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage wird es in Hessen zukünftig weitere Vernetzungstreffen in verschiedenen Regionen geben."

 

Melsungen, 28.11.2016

 

 

1. Landesvernetzungstreffen für

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

Am 30. September 2016 waren Frau Laessing (Verbindungslehrerin) und Frau Reich (Schulsozialarbeiterin), zusammen mit zwei Schülern, Thanabodi und Kristian, auf dem

1. Landesvernetzungstreffen für Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage.

Für dieses Team war es eine spannende und vorallem motivierende Erfahrung.

Was das nun genau war, können Sie aus dem Text der Bildungstätte Anne Frank entnehmen.

 

"„ANTIRASSISTISCHES ENGAGEMENT MUSS IM GANZEN SCHULHAGR PRÄSENT SEIN“

 

Zum ersten Vernetzungstreffen von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage in Hessen haben sich 150 engagierte Schüler*innen und Pädagog*innen im Haus am Dom getroffen. Die Bildungsstätte Anne Frank, die das Projekt auf Landesebene koordiniert, hatte die Teilnehmer*innen eingeladen, in Workshops und Podiumsdiskussionen über den Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der Schule zu diskutieren.

Gemeinsam mit Netzwerkpartnern aus der politischen Bildungsarbeit wie SCHLAU Hessen, der Bildungsinitiative Lernen aus dem Nsu oder dem Verband Deutscher Sinti und Roma e. V. - Landesverband Schleswig-Holstein Verband deutscher Sinti und roma in Hessen haben sich die Teilnehmer*innen über Rassismus, Homosexuellen-, Muslimfeindlichkeit und Antiziganismus sowie die aktuellen Debatten rund um das Thema Flucht und Asyl auseinander gesetzt.
„Als Landeskoordination wollen wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Schüler*innen und Pädagog*innen dabei unterstützen, ein offenes Schulklima zu gestalten, in dem menschenfeindlichen Haltungen und Handlungen eine klare Absage erteilt wird“, formulierte der Projektkoordinator Oliver Fassing das Ziel von Schule ohne Rassismus…zusammen. Dabei betonte Ayyab Mohammad, Stellvertretender Schulsprecher der Rudolf-Koch-Schule in Offenbach, dass antirassistisches Engagement nicht nur an Projekttagen Thema sein dürfe: „Es muss im ganzen Schuljahr präsent sein.“

Hessen ist das letzte Flächenland, das sich am bundesweit größten Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beteiligt. Schulen, die dem Netzwerk beitreten möchten, müssen nachweisen, dass sich mehr als 70 Prozent ihrer Schüler*innen und Lehrer*innen dazu verpflichten, aktiv gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule einzutreten, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekte und Aktionen zum Thema umzusetzen."

 

Die Bilder stammen von Felix Schmitt.

Rassismus? Nein, danke!

Im Rahmen unserer Projektwoche führten Frau Laessing (Verbindungslehrerin) und Frau Reich (Schulsozialarbeiterin) das Projekt "Rassismus? Nein, danke!" durch.

 

Zusammen mit interessierten Schülerinnen und Schülern erkundeten sie den Stolpersteinpfad in Melsungen. Wie Sie auf den Bildern erkennen werden, wurde an einzelnen Häusern goldene Pflastersteine verlegt. Sie stellen eine Erinnerung an verschleppte Juden dar.

http://www.stolpersteine-melsungen.de/

 

Ein weiterer Punkt war der Besuch in der Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen. Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.gedenkstaette-breitenau.de/

 

Zum Abschluss präsentierte die Projektgruppe die Ergebnisse. Sie ließen dabei Bilder sprechen. 

Kontakt

 

Fuldatal-Schule

Schloth 21

34212 Melsungen

 

Tel: 05661 3111

Fax: 05661 924463

 

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